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Aktuelles zu Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst
Hier die Übersicht zu den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder
Es gibt folgende Tarifrunden im öffentlichen Dienst:
- Bund/Kommunen >>>
- Länder (ohne Hessen)
- Hessen
Wir listen die jeweiligen Verhandlungen nach Datum und veröffentlichen hier den Verlauf der jeweiligen Verhandlungsrunden
Tarifrunde deutscher Länder (TdL) 2026 ohne das Land Hessen
Forderung der Gewerkschaften für den öffentlichen Dienst
Die Tarifrunde wirf auf Seiten der Gewerkschhaften durch ver.di koordiniert. Die GEW unmd GdP sind eng beteiligt. Auch der dbb beamtenbund und tarifunion ist auf Arbeitnehmerseite einbezogen. Formal nicht beteiligt ist bei den Tarifver-hanlungen der Deutsche Gewerkschaftsbung (DGB).
Mit einer Forderung von sieben Prozent mehr Geld im Monat – mindestens aber 300 Euro zusätzlich, um die unteren Lohngruppen zu stärken, startet ver.di in die Verhandlungen für die rund 2,2 Millionen Beschäftigten der Länder (hier sind die Beamtinnen und Beamten der Länder einbezogen). Für Nachwuchskräfte sollen die Vergütungen um 200 Euro pro Monat steigen, zudem wird ihre unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung gefordert.
Darüber hinaus sollen alle Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte steigen. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags (TV-L) soll zwölf Monate betragen. So haben es die Mitglieder der ver.di-Bundestarifkommission öffentlicher Dienst (BTK öD) auf ihrer Sitzung am Montag, 17. November 2025 in Berlin beschlossen.
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Frank Werneke, ver.di-Vorsitzender |
| Der öffentliche Dienst muss attraktiv bleiben, um mit hoch qualifizierten und motivierten Menschen die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Dafür braucht es eine angemessene Entgelterhöhung und gute Arbeitsbedingungen. |
Grundlage des Forderungsbeschlusses war eine breite Forderungsdiskussion, an der sich in den vergangenen Monaten rund 68.000 Kolleg*innen beteiligt hatten. Anschließend wurden die Ergebnisse in den ver.di-Landesbezirken ausgewertet und der BTK öD präsentiert. Der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke macht klar: „Die Beschäftigten wollen ein klares Signal der Arbeitgeber, dass ihre Leistungen künftig besser honoriert werden – sie erwarten Anerkennung und Respekt für ihr Engagement. Der öffentliche Dienst muss attraktiv bleiben, um mit hoch qualifizierten und motivierten Menschen die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Dafür braucht es eine angemessene Entgelterhöhung und gute Arbeitsbedingungen.“
Werneke betonte, dass höhere Steuereinnahmen, gerade nach der jüngsten Steuerschätzung, die finanziellen Spielräume insbesondere der Länder erweitert hätten. „Das muss sich auch bei den Gehältern zeigen, denn der öffentliche Dienst steht im Wettbewerb um die besten Fachkräfte – bei zugleich mehreren Hunderttausend unbesetzten Stellen.“ Daher ist eine Erhöhung deutlich oberhalb der Inflation notwendig. Zudem geht es darum, den Anschluss an den Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen vom Frühjahr 2025 zu halten. „Dass die Gehälter im öffentlichen Dienst nicht auseinanderdriften, ist schlicht eine Frage der Gerechtigkeit“, erklärte Werneke. Das gelte auch für die Angleichung der Arbeitsbedingungen in Ost und West, insbesondere beim Kündigungsschutz und den Arbeitszeiten in Uni-Kliniken, die Beschäftigte in den ostdeutschen Bundesländern immer noch benachteiligen: „35 Jahre nach der Wiedervereinigung ist es mehr als überfällig, hier für gleiche Bedingungen zu sorgen. Statt immer neuer Festtagsreden müssen endlich Fakten geschaffen werden.”
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Frank Werneke, ver.di-Vorsitzender |
| Dass die Gehälter im öffentlichen Dienst nicht auseinanderdriften, ist schlicht eine Frage der Gerechtigkeit. |
ver.di führt die Länder-Tarifrunde als Verhandlungsführerin auch für die DGB-Gewerkschaften GdP, GEW und IG BAU. Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) für rund 1,2 Millionen Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder (außer Hessen) beginnen am 3. Dezember 2025 in Berlin. ver.di fordert zudem die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die rund 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamten sowie auf die Versorgungsempfänger (Angaben ebenfalls ohne Hessen).
Anmerkung
Das Land Hessen ist vor vielen Jahren aus der TdfL ausgetreten und führt seit dieser Zeit eigene Tarifverhandlungen für die Beschäftigten von Hessen.
Verhandlungen im Rahmen der Tarifverhandlungen deutscher Länder (TdL) ohne das Land Hessen
Es sind drei Verhandlungstermine geplant. Die erste Verhandlungsrunde findet
- am 3. Dezember 2025 in Berlin statt.
Weitere Verhandlungstermine sind für den
- 15./16. Januar 2026
- und den 11./12. Februar 2026
in Potsdam vereinbart.
1. Verhandlungsrunde vom 3.12.2025
Die 1. Verhandlungsrunde am 3.12.2025 ist ergebnislos verlaufen. Kein Angebot der Arbeitgeber.
2. Verhandlungsrunde 15./16.01.2026
Für die 2. Verhandlungsrunde hat die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hat die TdL sogenannte "Eckpunkte für einen Einigungskorridor" vorleget. verdi hat das Angebot als nicht verhandlungsfähig zurückgewiesen.
Hier das Angebot der TdL vom 16.01.2026 >>>zu den Details der Eckpunkte der TdL
Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes haben die Beschäftigten der Länder aufgerufen, sich an Protest- und Demonstrationsmaßnahmen zu beteiligen. Man will so Druck auf die Arbeitgeberseite auslösen.
3. Verhandlungsrunde am 11./12.02.2026
Zur Übersicht der Meldungen zum Tarifbereich im öffentlichen Dienst
Forderungen zur Tarifrunde 2023 für den öffentlichen Dienst (Bund und Kommunen)
Die Gewerkschaft ver.di fordert Einkommenserhöhungen von 10,5 Prozent, mindestens aber 500 Euro monatlich
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert für die 2,5 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen eine Anhebung der Einkommen von 10,5 Prozent. Mindestens aber 500 Euro monatlich. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen.
Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 200 Euro monatlich angehoben werden.
Dieses Forderungspaket hat die Bundestarifkommission von ver.di am 11.10.2022 in Berlin beschlossen. Das Ergebnis soll später zeit- und wirkungsgleich auf Beamtinnen und Beamte, Richterinnen und Richter, Soldatinnen und Soldaten sowie Versorgungsempfängerinnen und -empfänger des Bundes übertragen werden.
„Die Inflationsentwicklung, Lebensmittel- und insbesondere Energiepreise reißen tiefe Löcher in die Haushaltskassen der Beschäftigten. Viele von ihnen wissen nicht, wie sie sich und ihre Familien über Wasser halten können, einige können ihre Mieten oder Heizkosten nicht mehr zahlen“, betont der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke. „Die Sicherung der Einkommen durch einen Inflationsausgleich, insbesondere für die Beschäftigten mit mittleren und eher niedrigen Einkommen, steht für uns im Zentrum der Tarifrunde.“ Sie würden durch die jetzige Inflation umso mehr getroffen werden, weil der Tarifabschluss 2020 pandemiebedingt zu Reallohnverlusten geführt hätte.
Dazu komme außerdem, dass die Beschäftigten im öffentlichen Dienst zahlreiche zusätzliche Aufgaben übernehmen müssen, beispielsweise in Verbindung mit Geflüchteten oder pandemiebedingte Aufgaben. Das führe in Kombination mit der ohnehin angespannten Personalsituation zu massiven Arbeitsbelastungen. Zu wenig Neueinstellungen würden die Situation zusätzlich verschärfen. Es gebe nicht nur einen Mangel an Arbeitskräften in einzelnen Bereichen, sondern im öffentlichen Dienst würde es bis 2030 einen Personalbedarf von rund einer Million Beschäftigten geben. Im Wettbewerb mit privaten Unternehmen sei der öffentliche Dienst bei der Arbeitskräftegewinnung aufgrund der Bezahlung und der Arbeitsbedingungen jedoch häufig nicht attraktiv genug. Es müsse alles getan werden, um den öffentlichen Dienst wieder attraktiver zu machen, dazu gehörten vor allem auch höhere Entgelte.
In der Corona-Pandemie hätten die Beschäftigten im öffentlichen Dienst gezeigt, dass sie das Land zusammenhalten und sich täglich für die Daseinsvorsorge aller Bürgerinnen und Bürger einsetzen würden. Nun sei es an der Zeit, auch sie durch bessere Tariflöhne zu unterstützen.
Die Gewerkschaft ver.di führt die Tarifverhandlungen gemeinsam mit der GdP, der GEW, der IG BAU und dem dbb beamtenbund und tarifunion.
Hinweis für die Redaktion
Termine der bereits vereinbarten Verhandlungsrunden:
1. Runde: 24. Januar 2023 (Potsdam)
2. Runde: 22. und 23. Februar 2023 (Potsdam)
3. Runde: 27. und 28. März 2023 (Potsdam)
Ähnlich äußert sich der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbundes. Einige Kernaussagen halten wir hier fest:
Einkommensrunde für Beschäftigte von Bund und Kommunen
10,5 Prozent für den öffentlichen Dienst – „Das werden hammerharte Verhandlungen“
Der Vorsitzende des Beamtenbundes Ulrich Silberbach erwartet schwere Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Silberbach erwähnt in seiner Pressemeldung die Forderungen, wie sie von der Bundestarifkommision von ver.di beschlossen worden sind. Silberbach fügt an „Das werden hammerharte Verhandlungen“.
Ob es stimmt, was Silberbach sagt, dass die Stimmung in den Betrieben und Behörden des öffentlichen Dienstes noch nie so schlecht war, bezweifelt der Beamtenexperte Uwe Tillmann vom INFO-SERVICE öffentlicher Dienst/Beamte.Der INFO-SERVICE informiert seit mehr als 25 Jahren die aktiven und ehemaligen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes.
Natürlich gibt es einen Berg von Problemen im öffentlichen Dienst, aber den Beamtinnen und Beamten geht es immer noch sehr gut, gemessen an den Tarifbeschäftigten bei Bund und Kommunen. Und gegenüber der privaten Wirtschaft - die IG Metall fordert 8 Prozent - sieht es ohnehin deutlich düsterer aus als im Öffentlichen Dienst.
Völlig daneben sind aber die Erklärungen der Vereinigung kommunaler Arbeitgeber (VKA). Die Haltung wie die VKA schon jetzt die gewerkschaftlichen Forderungen als unrealisierbar bezeichnet, nennt Tillmann pure Panikmache! Damit ist niemand gedient.
Auch wenn man Karin Welge, der Präsidentin und Verhandlungsführerin der VKA nicht völlig widersprechen kann, dass die Forderungen der Gewerkschaften überraschen.
Wie schon immer, seit Gründung der Bundesrepublik wird es auch bei dieser Tarifauseinandersetzung am Ende ein Ergebnis geben.
Uwe Tillmann
INFO-SERVICE Öffentlicher Dienst
Quelle:
Bei diesem Beitrag wurden Pressemeldungen von ver.di, Beamtenbund und VKA verwertet und kommentiert.
| Neu aufgelegt: Oktober 2025 |
Red 20250818