Tarifrunde Öffentlicher Dienst der Länder: Gewerkschaften fordern 5 Prozent mehr Gehalt, aber einen Mindestbetrag von 150 Euro

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Tarifrecht für den öffentlichen Dienst (TVöD/TV-L)

Das Taschenbuch des INFO-SERVICE Öffentlicher Dienst informiert über die wichtigsten Tarifverträge für den öffentlichen Dienst. Die beiden Tarifverträge TVöD und TV-L gelten für 2,1 Mio. Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes. TVöD für den Bund und die Kommunen und TV-L für die Länder (ohne Hessen).

Mit dem TVöD wurde der alte Bundesangestelltentarifvertrag (BAT) ebenso abgelöst wie der Manteltarifvertrag für Arbeiterinnen und Arbeiter. Der TVöD unterscheidet nicht mehr zwischen Arbeitern und Angestellten, sondern verwendet nur noch den Begiff "Arbeitnehmer".

Das Buch umfasst sämtliche neue tarifvertraglichen Regelungen, beispielsweise den Allgemeinen und Besonderen Teil des TVöD, das Überleitungsrecht mit den Übersichten zum Strukturausgleich, den Tarifvertrag zur sozialen Absicherung und den neuen Tarifvertrag für Auszubildende und Praktikanten. Neben einer zusammenfassenden Einführung enthält der Ratgeber auch die Entgelt-Tabellen für die Tarifbereiche Bund und VKA sowie der Tarifgebiete Ost und West.

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Tarifrunde der Länder (TV-L):
ver.di fordert 5 Prozent mehr Gehalt und Mindestbetrag von 150 Euro


Die Gewerkschaften gehen mit einer Forderung nach 5 Prozent mehr Gehalt und einem Mindestbetrag von 150 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten in die Einkommens- und Besoldungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder. Beschäftigte des Gesundheitswesens im öffentlichen Dienst der Länder sollen tabellenwirksam monatlich 300 Euro mehr erhalten. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 100 Euro angehoben werden. Diese und weitere Forderungen hat die Bundestarifkommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am Donnerstag (26. August 2021) beschlossen.

„Die Länderbeschäftigten haben in den zurückliegenden Monaten den Laden am Laufen gehalten und sich Respekt und Anerkennung verdient. Gehaltssteigerungen sind nicht nur angesichts steigender Preise zwingend notwendig“, betonte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke. Der öffentliche Dienst der Länder könne nur mit guten Löhnen und guten Arbeitsbedingungen im zunehmenden Wettbewerb um Fachkräfte als attraktiver Arbeitgeber punkten.

ver.di strebt darüber hinaus mit den Ländern einen separaten „Verhandlungstisch“ zum Gesundheitswesen an. „Die Beschäftigten im Gesundheitswesen haben mit maximalem Einsatz gegen die Corona-Pandemie gekämpft. Das muss jetzt endlich honoriert werden“, stellte Werneke klar. ver.di habe die Erwartung, dass auch über „Restanten“ aus der Tarifrunde 2019 gesprochen werde. Dies betreffe etwa die Anhebung des Zeitzuschlags bei Wechselschicht- oder Schichtarbeit in Krankenhäusern sowie die Anwendung der dynamischen Zulage für Pflegekräfte auch für die Beschäftigten der ambulanten und stationären Pflege im Justiz- und Maßregelvollzug und den Landeskrankenhäusern.

Zudem erwartet ver.di, dass Verhandlungen über tarifliche Regelungen für studentische Hilfskräfte aufgenommen und die Verhandlungszusage über Straßenbetriebsdienst und Straßenbau eingelöst werden.

ver.di führt die Tarifverhandlungen gemeinsam mit den DGB-Gewerkschaften GdP, GEW und IG BAU sowie in einer Verhandlungsgemeinschaft mit dem dbb beamtenbund und tarifunion. Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) für rund 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte (940.000 Vollzeitstellen) und 48.000 Auszubildende im öffentlichen Dienst der Länder (außer Hessen) werden am 8. Oktober 2021 in Berlin aufgenommen.

ver.di fordert die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die 1,2 Millionen Beamtinnen und Beamten sowie rund 880.000 Versorgungsempfänger im Bereich der Länder sowie 175.000 Beamtinnen und Beamte und 120.000 Versorgungsempfänger im Bereich der Kommunen (Angaben ebenfalls ohne Hessen).
 
Quelle: Pressemeldung von ver.di am 26.08.2021

 

Red 20210828

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